Tips und Tricks

Pflege von Natursteinen

Natursteine sollen nicht nur schön aussehen, sondern auch lange Freude bereiten. Die fachgerechte Pflege und Reinigung von Natursteinen ist deshalb ungemein wichtig. 

Naturstein wird im Allgemeinen einfach mit ein wenig Wasser gereinigt. Die Verwendung von Chemikalien und Hausmitteln ist generell sehr vorsichtig und genau nach Anweisung vorzunehmen. Scharfe Reinigungsmittel aber auch Essig- und Zitrusreiniger sind in jedem Falle nicht zu verwenden. 



Verfärbungen in Natursteinen entstehen im Prinzip durch (1) das Eindringen verfärbender Substanzen von der Oberfläche, durch (2) Verfärbung von Substanzen im Stein oder (3) durch das Eindringen verfärbender Substanzen aus dem Untergrund.
 
 
 
Alle Natursteine sind mehr oder weniger porös. Durch diese Poren (Kapillaren) können in Wasser gelöste Farbstoffe in den Naturstein eindringen. Sie sollten deshalb verlegte Natursteine nach der Verlegung in jedem Falle gegen von oben eindringende Flüssigkeiten schützen (Imprägnieren). Diese darf aber erst nach der vollständigen Austrocknung des Belages aufgebracht werden.
 
   

Hausmittel für Fleckentfernung bei Naturstein

  • Fleckbildende Ursache so schnell wie möglich entfernen.
  • Fleckentfernung immer bei einer kleinen nicht gleich sichtbaren Ecke ausprobieren und abwarten.      
  • Weniger ist immer mehr! Vorsicht und Abwarten!
  • Wenn die verfärbende Substanz bereits tiefer in den Stein eingezogen ist, hilft es manchmal die meist flüchtigen Lösungsmittel in Putzwolle zu tränken und diesen dann aufzulegen. 
  • Auch die Reinigungsmittel gut auswaschen oder abwischen, so dass davon keine Rückstände bleiben.

 

Welches Mittel für welche Flecken?

 

  • Nichtrostende Edelstahlwollpads

(Feines Gewebe für möglichst wenig Kratzer), manchmal helfen auch starke Scheuerschwämme oder harte Bürsten, mit warmen Wasser (evtl. Zugabe von nicht fettenden, PH neutralen Reinigungsmittel)

  • Vorsicht mit Kratzern.

Für alle Verschmutzungen die mechanisch zu entfernen sind :
Bleistiftstriche, Reste von Klebeband, Gummisohlen, Ruß, Kohlestriche, Metallstriche, Zement und Mörtelschleier

 
  • Aceton

Binderfarbe, Teer, Ölfarbe, Nagellack, Öl

 

  • Benzin (ohne Öl), Terpentinersatz

Schmierfett, Öl, Olivenöl, Schmieröl, Butter, Schuhcreme, Stearin, Dachpappe, Dieselöl, Bohnerwachs, Harz

 

  • Wasserstoffsuperoxid

organische Verschmutzungen wie Blut, Gras, Fruchtsaft- und Fruchtflecken, Rotwein, organisch gebundene Farben, Tinte, Gras, Gerbstoffe ( Blätter)

 
  • Salmiakgeist

organische Verschmutzungen wie Blut, Fruchtsaft- und Fruchtflecken, Grünspan, Kaffee, Tee, Leim , organisch gebundene Farben, Schmierstoffe, Tinte

 

  • Zitronensäure (1:5)

Ruß , Rost, Tinte

 
  • Alkohol, Terpentin, Calgon oder verdünnte Salzsäure (1:10)

(Achtung! einige Steine sind Kalksteine oder im Gefüge befindet sich Kalk. Sie lösen damit den Stein auf!), zudem reagieren einige Granite auf diese Methode und verfärben sich (Rost!). Zu bearbeitende Flächen immer vornässen. Kalklösend für Kalkseife, Mörtelreste, Zementreste (sofern nicht mechanisch zu entfernen!)

 

 

Pflege von Parkett und Holzböden

 
  • Warum braucht eine Holzoberfläche einen Pflegeschutz?
 
Grundsätzlich benötigen alle Oberflächen stets eine gründliche Pflege, um das Parkett oder den Holzboden dauerhaft zu schützen. Pflegemittel bilden eine erneuerbare Verschleissschicht auf versiegelten Böden und verringern so den direkten Abrieb der Versiegelung. Sand und Staub oder andere Schmutzpartikel wirken wie Schleifpapier und haben in der weicheren Schutzschicht weniger Wirkungsgrad als direkt auf der harten Versiegelung. Bei geölten Böden füllen die Pflegemittel die Holzporen und vereinfachen so die Reinigung. Der Glanzgrad der Parkettoberfläche kann durch polieren bestimmt werden. Bei dem Einsatz von wachshaltigen Pflegemitteln sollten die Pflegemittelschichten von Zeit zu Zeit mit einem Entferner abgetragen werden um dunkle Stellen jenseits der Laufwege zu vermeiden. Seife ist für geölte Böden die bessere Pflege. Sie erneuert sich beim auftragen und wird lediglich aufgewischt. Ein polieren ist hier im Gegensatz zum Wachs nicht nötig. Bei regelmässiger Pflege werden geöffnete Fugen während der Heizperiode automatisch mit Pflegemittel ausgefüllt und geschützt gegen eindringende Feuchtigkeit.
 
  • Die Häufigkeit der Pflege richtet sich nach der Beanspruchung!
 
Hauptsächlich werden Reinigungs- und Pflegemittel als Zugabe dem Wischwasser beigefügt. Bei grossen Flächen ist auch der Einsatz von Parkettpolish und einer Poliermaschine sinnvoll.
 
  • Reinigung ist nicht gleich Pflege !
Die Reinigung dient dem abtragen von Schmutzanhaftungen, die Pflege dem Schutz der Oberfläche.
Allgemeines
Eine Gewährleistung für die Oberfläche ist immer nur dann gegeben, wenn das vom Hersteller der Oberflächenbehandlung vorgeschriebene Pflegesystem angewandt wird. Zum Schutz vor Kratzern sollten Eingangsbereiche mit Schmutzfangzonen, Möbel und andere bewegliche Einrichtungsgegenstände mit Filzgleitern versehen werden. Geeignete Möbelrollen und Unterlagen für Arbeitsbereiche sind im Handel erhältlich.Vermeiden Sie stehende Flüssigkeiten. Bei Pflanzentöpfen für Unterlüftung sorgen.
 
  • Wichtig: In den ersten 10 Tagen nur trocken reinigen und keine Teppiche oder Folien auslegen, keine schweren Möbel umstellen! Klebeband kann die Oberfläche beschädigen.
 
  • Achten Sie auf ein gutes Raumklima !
Holz ist ein natürlicher Werkstoff, der von der jeweiligen Temperatur des Raumes und der darin befindlichen Luftfeuchtigkeit beeinflusst wird. Holz " arbeitet " sagt man, d.h., es finden, werkstoff- und raumklimatisch bedingt, Wechselwirkungen statt. Bei relativ hoher Umgebungsfeuchte nimmt der Holzfussboden Feuchtigkeit auf und vergrössert sein Volumen. Umgekehrt, bei relativ trockener Umgebung (wie z.B. während der Heizperiode im Winter) gibt das Holz Feuchtigkeit ab und verringert das Volumen der Verlegeeinheit. Die Folge ist eine Fugenbildung am Parkettboden während der Heizperiode. Bewerten Sie das nicht negativ, sondern als Beweis für die Natürlichkeit des Holzfussbodens. Sorgen Sie während der Heizperiode für zusätzliche Luftbefeuchtung, dies nützt nicht nur Ihrem Parkettboden, sondern auch dem Wohlbefinden und der Gesundheit der Bewohner. Optimal ist eine Luftfeuchte zwischen 55..65 %, die Raumtemperatur sollte zwischen 18..20 C liegen.
 
  • Alle Angaben ohne Gewähr. Es gelten jeweils die Vorschriften und Datenblätter der Hersteller.
 

 

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